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Epochen & Stile antiker Möbel

Die Fachbegriffe, die wir hier für Sie zusammengestellt haben, sind von Wikipedia und der Fachliteratur inspiriert und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Stilrichtungen / Epochen / Stilkunde


Möbelstile sind Strömungen des Zeitgeschmacks und der Mode unterworfen. Sie stehen in enger Beziehung zur Kulturentwicklung.




Renaissance 1400 - 1550
Übersetzt  bedeutet das französische Wort Renaissance „Wiedergeburt“.  Erstmals wurden in dieser Epoche die Stilelemente der Architektur umgesetzt und direkt auf die Möbel übertragen. Die „üppigen“ Möbel, die so entstanden,  waren z.B. Tische auf Balustersäulen stehend oder Kastenmöbel, die mit Sockel versehen waren und mit Schnitzwerken wie z.B. Löwenköpfen oder Blattwerk verziert wurden . Auch der Vorfahre unseres heutigen Stuhls (ehemals Stollenstuhl) findet seinen Ursprung in dieser Epoche. Die Stühle wurden bereits in der Renaissance partiell an Sitz- und Armlehnen gepolstert.  Das verbreiteteste Möbelstück in der Renaissance war jedoch die Truhe. Mit Beginn des 16. Jahrhunderts wurden Möbel mit  Einlegearbeiten und phantasievollen Schnitzereien immer beliebter, wobei Nussbaummöbel bevorzugt wurden. Auch der bürgerliche Einrichtungsstil veränderte sich in der Renaissance.  Möbel wurden mit Beize eingefärbt und neben dem teurem Hartholz wurde oftmals preiswerte Fichte verarbeitet. Regional entwickelte sich dieser Möbelstil unterschiedlich. Im italienischen Raum wurden die Möbel romantisch und lieblich gehalten. Im deutschsprachigen Raum zeigte sich dieser Möbelstil jedoch „schwerfällig und ernsthaft“.

Barock 1650 - 1750
Das französische Wort „Baroque“ bedeutet übersetzt „Auswucherung“.  Die Zeit des Barocks wird kunstgeschichtlich in drei Epochen unterteilt. Der Frühbarock von 1600 bis 1650, der Hochbarock von 1650 bis 1710 und der Spätbarock (auch Rokoko genannt) von 1710 bis 1750. Der Spätbarock ist in Frankreich als Louis XIV-Stil bekannt und bedeutet die Freude am Üppigen, Wuchtigen und Vollem. Der Unterschied zu den Renaissancemöbeln liegt im Wesentlichen darin, dass die kirchliche Stilart in den Hintergrund tritt. Truhen wurden von den praktischen Kommoden verdrängt. Die Barockmöbel entwickelten sich zu reinen Repräsentationsmöbeln.  Es wurden ganze Wohnhäuser, Burgen und Schlösser im einheitlichen Stil mit Barockmöbeln eingerichtet.

Rokoko 1730 - 1780
Die 1. Hälfte des Rokoko (1730 – 1760) wird in Österreich als Theresianischer Stil betitelt (benannt nach der Landesfürstin und der Mutter Josephs II. Maria Theresia 1717 – 1780).
Die 2. Hälfte des Rokoko (1760 – 1780) wird in Österreich als Josephinismus oder Josephinischer Stil bezeichnet. Die reine Späthase des Barocks wird als Rokoko bezeichnet. Das Wort Rokoko stammt aus dem Fanzösischen von „Rocaille“ und bedeutet übersetzt „Muschelwerk“ oder „muschelförmige Elemente“. Der Stil des Rokoko entwickelte sich um 1730 als reiner Dekorationstil des Pariser Adels. Der schwere Stil des Barocks wurde durch schwungvollere und spielerische Formen abgelöst. Die Möbel wurden mit Arrangements in geschnitzter Form aus der Tierwelt (wie z.B. Vögel, Schmetterlinge) oder aus der Pflanzenwelt (wie z.B. Blüten, Efeu) verziert. In ländlichen Regionen wurden die Möbel mit stilvollen Elementen bemalt, wobei die Möbel des Adels mit Mustern und Rosetten in geschnitzter Form veredelt wurden.

Klassizismus 1770 - 1820
Der Klassizismus gliedert sich in vier Stilrichtungen: Louis-Size 1770 – 1790, Josephinisch 1765 – 1790  Regency 1790 – 1830 und Empire 1804 - 1820

Louis-Size 1770 – 1790
Diese Stilepoche wird auch als vorrevolutionärer Klassizismus bezeichnet. Im Möbelbau fanden  abstrakte organische Formen keine Verwendung mehr.  Möbel wurden dafür mit dezenten naturalistischen Applikationen wie z. B. Vögel, Früchte, Girlanden oder mit Blumenkörben verziert.

Josephinisch 1765 – 1790
Die 2. Hälfte des Rokoko wird in Österreich als Josephinismus oder Josephinscher Stil bezeichnet. Die damals entstandenen Möbel spiegelten auch die Wohnkultur und das Nebeneinander von Empire-, Biedermeier- und Josephinischer Einrichtungen in den kaiserlichen Privatgemächern wieder.

Regency 1790 – 1830
Der Regencystil wurde bereits vom Empirestil beeinflußt.  Die geradlinigen Formen im Möbelbau kamen der beginnenden Industrialisierung entgegen. Besonders beliebt waren säbelförmig geschwungene Stuhlbeine. Es entstanden Möbel sowohl aus Edelhölzern (oftmals Mahagoni),  als auch aus gebeizten Buchenhölzern mit anschließend aufgemalter Palisandermaserung.

Empire 1790 - 1815
Das Empire (übersetzt: Kaiserreich) bezeichnet die zweite Phase des Klassizismus. Diese Stilphase ist auch als Repräsentationsstil Napoleons bekannt.  Der Empirestil zeichnet sich durch seine gradlinigen und geraden Grundformen aus. Die Verzierungen der Möbel reichen über Motive aus der Antike (wie z.B. Löwen, Adler, geflügelte Stiere, Pferde) bis hin zu Kränzen und Girlanden. Furnierte Möbel waren im Empirestil besonders beliebt. Das Mäanderband und der Eierstab wurden häufig im dieser Zeit verarbeitet. Empiremöbel dienten der reinen Repräsentation und Dekoration und sollten die Größe und Macht des Kaiserreiches durch Gradlinigkeit, Feierlichkeit und Strenge widerspiegeln. Prunkvolle feuervergoldete Applikationen waren typische Stilelemente im Empire.

Biedermeier 1810 – 1848
Nach dem Louis-Seize und dem Empire folgt um ca. 1815 das Frühbiedermeier. Die stilreinste Ausprägung des Biedermeiers findet sich zwischen 1820 und 1830, wobei die Zeit um 1830 bereits zum Spätbiedermeier gezählt werden kann. Der Wandel der bürgerlichen Wohnkultur fand vorwiegend im deutschsprachigen Raum statt. Die Möbel waren nicht mehr nur Dekorationsmöbel, sondern zweckmäßig und funktionell wie zum Beispiel das Nähtischchen oder Schreibmöbel. Zierteile wie Schnitzereien traten in den Hintergrund, stattdessen wurden ebonisierte Säulen oder Profilleisten verarbeitet. Die typischen gerundeten oder abgeschrägten Formen zeichnen die Möbel des Spätbiedermeiers aus.

Louis Philippe 1830 – 1848
Das Louis Philippe wird auch als „zweites Rokoko“ bezeichnet. Namensgeber dieser  Stilepoche ist der französische Bürgerkönig Louis Philippe.
Dank der weiter entwickelten industriellen Herstellungsverfahren konnte es sich in dieser Stilepoche nun auch der bürgerliche Mittelstand leisten, sich „höfisch“ zu moderaten Preisen einzurichten.  Die geschwungenen und geschweiften Formen zeichnen ein typisches Louis Philippe Möbel aus. Als Vorbild dienten besonders Möbel aus dem Rokoko, der Renaissance und aus der Gotik. Die Möbel wurden mit rocaillenartigen Ornamenten, Voluten, Rahmenschnitzereien, Zierknäufen und bekrönenden Aufsätzen auffällig geschmückt. In diese Stilepoche ist auch die Geburtsstunde des Vertikos einzuordnen.

Gründerzeit 1871 - 1914
Die Gründerzeit wird in Deutschland auch Neorenaissance genannt. Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches im Januar 1871 beginnt in Deutschland die Zeit der Gründerzeit. In dieser Zeit wurden Formen vergangener Stilepochen übernommen ohne einen eigenen Stil zu entwickeln. Durch neuentwickelte Maschinen konnten Möbel und andere Einrichtungsgegenstände in den sog. Gründerjahren industriel in hohen Stückzahlen gefertigt werden. Es entstanden viele neue und zweckmäßige Möbel . Durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 und das Ende der Kaiserzeit im Jahre 1918 findet die Gründerzeit seinen Abschluß.

Jugendstil 1890 – 1920
Der Name Jugendstil findet seinen Ursprung in der illustrierten Zeitschrift „Die Jugend“, die 1896 in München gegründet wurde. Im Jugendstil wurden neue und eigene Stilformen und Ornamente im Möbelbau entwickelt und umgesetzt, ohne Muster und Vorgaben. Daher wird diese Stilepoche auch als „Modern Style“ bezeichnet und bildet eine eigenständige und lebendige Kunstepoche mit neuen Ausdrucksformen und Stilmitteln.
Typisch für den Jugendstil sind vor allem die Wiedergabe schwungvoller floraler Elemente und Tierdarstellungen, im späteren Verlauf aber auch strenge geometrische Formen.

Art Dèco 1920 – 1940
Im deutschsprachigem Raum löste der Art Déco Stil den ziemlich ausgereizten Jugendstil ab. Namensgeber dieser Stilepoche war die erste internationale Messe  „Exposition des Arts Décoratifs et Industriels Moderne“ im Jahre 1925 in Paris. Im Möbelbau entstanden geschwungene, aber auch geometrische und kubistische Formen. Viele neue Materialien, wie Lack, Leder und Schildpatt wurden zur Verzierung der meist aus Edelhölzern gefertigten Möbel verwendet.

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